Kann der Sin Sod (thailändische Mitgift) für einen Betrug missbraucht werden?

Kurz gesagt

Ja: Auch wenn der Sin Sod ein echter Brauch bei thailändischen Hochzeiten ist, wird er auch als Vorwand bei Online-Dating-Betrug genutzt. Das Warnsignal ist nicht der Sin Sod selbst, sondern dass er als Mitgift verlangt wird, bevor die Familie überhaupt persönlich getroffen wurde — oder sogar vor einem ersten echten Treffen.

Mehr Kontext

Ein echter Sin Sod wird zwischen Familien ausgehandelt, die sich bereits kennen, meist nach Monaten oder Jahren einer Beziehung, und persönlich während oder vor der Hochzeit übergeben — niemals per Überweisung an jemanden, zu dem noch kein physischer Kontakt bestand. Bei den auf dieser Seite dokumentierten thailändischen Dating-Betrugsfällen wird dasselbe Konzept anders eingesetzt: Es taucht als dringende Geldforderung auf, dargestellt als "was meine Familie für die Hochzeit verlangt", gerichtet an jemanden, der die andere Person online kennengelernt hat und nie in Thailand war oder mit dieser Familie gesprochen hat. Die Anzeichen, um beide Fälle zu unterscheiden, sind dieselben wie bei jedem Dating-Betrug: Zurückhaltung bei Videoanrufen, Zeitdruck und eine Beziehung, die sich sehr schnell entwickelt, ohne dass man sich persönlich getroffen hat. Wurde die Familie bereits persönlich getroffen und dauert die Beziehung schon eine Weile, gehört ein echter Sin Sod zum thailändischen Brauch, nicht zu einem Betrug.


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