Welches Einkommen oder welche Ersparnisse verlangt das thailändische Heiratsvisum?
Kurz gesagt
Das Non-Immigrant-O-Visum aufgrund Heirat verlangt den Nachweis finanzieller Mittel auf einem von zwei Wegen: ein Mindestbetrag, der für einen festgelegten Zeitraum auf einem thailändischen Bankkonto liegt, oder ein monatliches Einkommen über einer von der Einwanderungsbehörde festgelegten Schwelle. Die genauen Beträge und akzeptierten Unterlagen ändern sich gelegentlich und variieren je nach Einwanderungsbüro — es lohnt sich, sie direkt zu bestätigen, bevor man den Antrag stellt.
Mehr Kontext
In der Praxis wählen die meisten Ausländer in unseren Geschichten den Ersparnis-Weg: ein Betrag, der auf einem thailändischen Bankkonto auf den eigenen Namen eingezahlt wird und dort mehrere Monate vor dem Antrag sowie mehrere Monate danach liegen bleiben muss. Die Alternative ist der Nachweis eines stabilen monatlichen Einkommens, meist über ein Schreiben der Botschaft des Heimatlands oder eine gleichwertige Unterlage — allerdings stellen immer weniger Botschaften solche Schreiben aus, was mehr Menschen zum Ersparnis-Weg drängt. Es ist auch möglich, Ersparnisse und Einkommen anteilig zu kombinieren, wenn keines der beiden allein das Minimum erreicht. Unabhängig vom gewählten Weg kann die Einwanderungsbehörde zusätzliche Unterlagen oder ein Interview verlangen, und mehrere Geschichten dieser Seite beschreiben Verfahren, die sich genau deshalb hinzogen, weil die Nachweise beim ersten Antrag unvollständig oder schlecht vorbereitet waren. Das ersetzt keine aktuelle Rechtsberatung: Beträge und Anforderungen ändern sich, und es lohnt sich, sie beim zuständigen Einwanderungsbüro oder einem spezialisierten Berater zu bestätigen, bevor die Unterlagen zusammengestellt werden.
Verwandte Fragen
Deckt das Heiratsvisum auch die Kinder ab?
Nicht automatisch. Das Non-Immigrant-O-Visum aufgrund Heirat ist persönlich, für den ausländischen Ehepartner. Ein Kind mit thailändischer Staatsangehörigkeit oder einem thailändischen Elternteil hat meist einen einfacheren Weg; ein Stiefkind ohne diese direkte Verbindung braucht in der Regel eine eigene Visumskategorie — ein separates, in der Regel komplexeres Verfahren.
Was passiert, wenn die Einkommens- oder Ersparnisanforderung nicht erfüllt wird?
Manche Familien beauftragen einen spezialisierten Agenten, um die jährliche Verlängerung über andere legale Wege abzuwickeln, oder greifen auf andere Aufenthaltskategorien zurück, während sie die geforderten Ersparnisse aufbauen. Das ist weder kostenlos noch garantiert — man sollte es als eine weitere professionelle Beratung betrachten, nicht als automatische Lösung.